Ausleger, Schalt- und Bremszüge, Armseil
Montieren Sie den Ausleger an den Rahmen. Beachten Sie den eventuellen Einbau von Distanzscheiben. Diese befinden auf den entsprechenden Montageschrauben und gehören nur an dieser Position zwischen Rahmen und Ausleger. Unter jeden Schraubenkopf gehört eine Unterlegscheibe.
Richten Sie den Lenker von oben gesehen rechtwinklig zum Rahmenhauptrohr aus.
Überprüfen Sie
- alle Schalt- und Bremszüge auf korrekte Position: alle Brems- und Schaltzüge werden auf der linken Seite des Rades geführt.
- das Armseil: es verbindet Lenker und Fußschlitten und wird dabei über die obere Umlenkrolle am Ende des Auslegers geführt.
Laufräder
Bauen Sie beide Laufräder ein. Achten Sie beim Einbau des Hinterrades darauf, dass das (Kunsstoff- oder Stahl-) Antriebsseil die Antriebsschnecke mit dem Schaltring am Fußschlitten direkt verbindet und z. B. nicht vor dem hinteren Ausfallende verläuft.
Antriebsseil
Stellen Sie das 222 auf seine Räder, das Antriebsseil (Stahlseil oder blaues Dyneema Kunststoffseil) wird nun lose auf dem Boden herumliegen. Diesen Zustand ändern Sie, indem Sie mit der einen Hand die Schnecke rückwärts (Freilauf) drehen und dabei mit der anderen Hand das Antriebsseil etwas unter Spannung halten. Wickeln Sie so das Antriebsseil auf die Schnecke auf bis Sie das Seil zwischen Schnecke und Schaltring spannen können. Der Fußschlitten ist dabei ganz ‚Äì zum Sitz hin - zurückgezogen! (Die Schal-tung befindet sich nun im niedrigsten Gang: die Antriebsseilkammer des Schaltringes ist leer, das Antriebsseil ist komplett auf die Schnecke gewickelt)
Rückholseil
Nun wird das Rückholseil (schwarz, elastisch, Durchmesser 5 mm) eingebaut. Es hat die Aufgabe die Antriebsschnecke in die Ausgangsposition zurückzudrehen sowie die Span-nung auf dem Antriebsseil zu gewährleisten. Wickeln Sie das elastische Rückholseil von der Schalttrommel und lassen Sie ein Ende des Seils an der Schalttrommel angeknotet. In der Antriebsschnecke finden Sie an der Kante mit dem größten Durchmesser verschie-dene Löcher , in die Sie den Haken des anderen Endes des elastischen Rückholseiles einhaken können. Fangen Sie mit einem mittleren Loch an. Später können Sie die Spannung des Rückholseiles ändern indem Sie den Haken in ein anderes Loch einhaken. Das Rückholseil verlässt die Antriebsschnecke im Gegenuhrzeigersinn.
Wickeln Sie das elastische Rückholseil vier mal (220 mm Schnecke: 5 mal) im Gegenuhrzeigersinn auf die Trommelkammer auf, legen Sie es dann um die untere Umlenkrolle des Auslegers. Das Aufwickeln des elastischen Rückholseiles muss unter voller Spannung erfolgen.
Die Schalttrommel weist 6 Aufnahmeöffnungen für den Haken des Rückholseiles auf. Anhand der somit sechs möglichen Positionen können Sie das Rückholseil so einstellen, dass ein Überschalten verhindert wird.
Bei einigen Ruderradmodellen fungiert die untere Umlenkrolle als Seilspanner. Sie schwenkt während des Fahrbetriebes vor und zurück und wird mittels innen im Ausleger geführter Gummiseile vorgespannt. Um das Rückholseil (in diesem Fall, nicht elastisch, Durchmesser 1 mm) auflegen zu können muss die untere Umlenkrolle mit einer Hand zum Ausleger hingezogen werden, mit der anderen Hand wird das Seil aufgelegt, danach lässt man die Rolle vorsichtig los und gibt somit Spannung auf das Rückholseil. Achtung! Passen Sie wegen der hohen Rückstellkräfte auf Ihre Finger auf!
Reicht die Länge des Rückholseiles nicht aus, haken Sie es in das Seil in ein anderes Loch (im Gegenuhrzeigersinn) ein und wiederholen Sie die beschriebene Prozedur. Kürzen Sie in dieser Phase der Montage das Seil nicht.
Wenn Sie das Rückholseil unter Spannung haben, führen Sie ein paar Ruderschläge aus und überprüfen Sie ob Sie in den höchsten Gang schalten können. Im höchsten Gang soll die Spannung auf dem Rückhohlseil hoch sein, man soll das Kautschukseil kaum noch etwas weiter dehnen können. Wenn notwendig schalten Sie zurück in den leichtesten Gang und passen Sie Spannung im System durch die Wahl eines anderen Loches (auf der Schnecke) für den Haken des Rückholseiles an.
Beschreibung des Schaltvorganges
- Die Schalttrommel ist immer blockiert, nur während eines Schaltvorganges nicht. Sie überträgt im Fahrbetrieb die Antriebskräfte auf die Schnecke. Durch Betätigen des Daumenschalters wird einerseits die Blockierung der Spule am Fußschlitten aufgehoben (Spule ist frei drehbar) und andererseits gleichzeitig die Schnecke blockiert. Durch das Blockieren der Schnecke werden Antriebsseil und Rückholseil ebenfalls blockiert.
- In diesem Zustand wird durch Bewegen des Fußschlittens rückwärts (Richtung Sitz) das Antriebsseil auf die Spule auf- und das Rückholseil von der Spule abgewickelt: Sie haben in einen höheren Gang geschaltet. Wird der Fußschlitten vorwärts in Richtung Umlenkrollen bewegt, findet der beschriebene Vorgang umgekehrt statt.
Bitte beachten Sie, dass der Daumenschalter immer voll bis zum Anschlag, wie z. B. das Kupplungspedal eines Kfz, gedrückt werden muss. Für den Daumenschalter gibt es nur zwei Zustände: voll durchgedückt oder voll entlastet!
Je nach Position des Antriebsseiles auf der Schnecke ist ein voller Schlag (in diesem Fall ein "Schaltschlag") nötig bevor Sie eine Übersetzungsänderung bemerken. Das liegt an den unterschiedlichen Kreisumfängen in Abhängigkeit von den Schneckendurchmessern. Beträgt dieser bei einem großen Durchmesser 45 cm so reduziert sich dieses Maß auf nur 13 cm bei einem kleinen Duchmesser. Fahren Sie in einem schweren Gang (kleine Durchmesser) brauchen Sie nur wenige cm zu schalten (= kleiner Schaltweg des Fußschlittens) .